Klasse Wolken

ein langgezogenes zerfetztes Wolkenband unter einer hellgrauen Wolkendecke
Ganz schön fetzig: eine Pannus.

Der Engländer Luke Howard (1772 – 1864), dessen „Karriere“ als Wolkenexperte sehr interessant ist, hat 1802 mit seinem Vortrag „On the Modification of Clouds“ die Wolkenklassifikation eingeführt. Zuvor wurden Wolken einfach als zu komplexe Gebilde angesehen. 1803 veröffentlichte er den „Essay on the Modifications of Clouds“ (Google bietet ein Digitalisat), der für sehr viel Aufmerksamkeit sorgte. Auch der schon erwähnte Goethe zeigte sich begeistert – doch davon ein andermal.

Howard führte zunächst drei Grundformen ein: Stratus (Schichtwolken), Cumulus (Haufenwolken) und Cirrus (Schleier- oder Federwolken); dazu die regenbringende Nimbus, die inzwischen als Nimbusstratus bezeichnet wird. Seitdem gab es ein paar weitere Unterscheidungen – aber mit den vier Grundformen lassen sich schon viele Wolken bestimmen.

Heute habe ich beim Fotografieren eine andere Form kennengelernt: die Pannus, die eine Begleitwolke ist. Pannus ist der lateinische Begriff für „Lappen“. Man könnte auch „Fetzen“ sagen, denn es sind „zerfetzte“ Wolkenteile, die unterhalb anderer Wolken liegen oder mitziehen.

Regenwolken habe ihre eigene Begleitwolke, die Nimbostratus pannus. Sie kündigt baldigen Regen an.

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