Guter Mond, Du …

Dünne Schleierwolken am Tageshimmel, an dem der Mond mit leichter Sichelform zu sehen ist
Der Mond findet wieder nicht ins Bett.

Der Mond am vormittäglichen Himmel fiel mir erst beim Fotografieren mit dem Teleobjektiv auf – er hatte sich ganz gut hinter den Schleierwolken versteckt.

Und den Song dazu gibt es natürlich auch: Clouds Across The Moon von der Rah Band – den höre ich immer noch gern.

A day out

Einzelne zerfetzte Cumulus-Wolkenan bläulichem Himmel, unten Parklandschaft mit Bäumen

Heute war ich mal etwas unterwegs. So ein weiter Himmel mit Wolken und (Park-) Landschaft hat schon was.

Und abends gab es, wie in den vergangenen Tagen häufiger, ein tolles Abendlicht.

Dunkle Wolken und durchbrechendes Abendlicht

Wolken-Kindheit

weiß-graue Wolken vor hellblauem Himmel, links im Vordergrund die Äste einer Birke
Kindheits-Flash

Ich bin ja ein Wolkenfan – sonst würde ich diesen Jahresblog auch nicht befüllen. Aber es gibt eine Kombination, die mich sofort (angenehm) in eine besondere Stimmung der norddeutschen Kindheit zurückversetzt: Birke, blauer Himmel und Wolken. So wie heute. Das klappt also auch in Köln, wenn ich nur die richtige Perspektive wähle.

Ich bin mir nicht sicher, ob es sich bei den heutigen Wolken um Stratocumulus handelt. Aber der Himmel wäre auch kindheitsheimisch, wenn Cumulus-Wolken durch die Landschaft zögen …

Klasse Wolken

ein langgezogenes zerfetztes Wolkenband unter einer hellgrauen Wolkendecke
Ganz schön fetzig: eine Pannus.

Der Engländer Luke Howard (1772 – 1864), dessen „Karriere“ als Wolkenexperte sehr interessant ist, hat 1802 mit seinem Vortrag „On the Modification of Clouds“ die Wolkenklassifikation eingeführt. Zuvor wurden Wolken einfach als zu komplexe Gebilde angesehen. 1803 veröffentlichte er den „Essay on the Modifications of Clouds“ (Google bietet ein Digitalisat), der für sehr viel Aufmerksamkeit sorgte. Auch der schon erwähnte Goethe zeigte sich begeistert – doch davon ein andermal.

Howard führte zunächst drei Grundformen ein: Stratus (Schichtwolken), Cumulus (Haufenwolken) und Cirrus (Schleier- oder Federwolken); dazu die regenbringende Nimbus, die inzwischen als Nimbusstratus bezeichnet wird. Seitdem gab es ein paar weitere Unterscheidungen – aber mit den vier Grundformen lassen sich schon viele Wolken bestimmen.

Heute habe ich beim Fotografieren eine andere Form kennengelernt: die Pannus, die eine Begleitwolke ist. Pannus ist der lateinische Begriff für „Lappen“. Man könnte auch „Fetzen“ sagen, denn es sind „zerfetzte“ Wolkenteile, die unterhalb anderer Wolken liegen oder mitziehen.

Regenwolken habe ihre eigene Begleitwolke, die Nimbostratus pannus. Sie kündigt baldigen Regen an.