Wolken mit Taube

Weiße Haufenwolken vor blauem Himmel, ein Fernsehturm, Zweige und eine fleigende Taube

Heute ein kleines Suchbild mit Taube. Dank Heimbüro und schönem Wetter arbeite ich auch auf dem Balkon und freue mich über vorbeiziehende Wolken.

Die Fastenzeit steht dieses Jahr unter dem Motto „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus“. Heute beginnt die vierte Fastenwoche mit einem Text aus Hiob (30, 24-31).

Zu „Tauben und Wolken“(*) ist mir aus dem Buch Jesaja, Kapitel 60 ein Vers begegnet:

Wer sind die, welche fliegen wie die Wolken und wie die Tauben zu ihren Fenstern?

Das Kapitel ist durchaus die Lektüre wert, auch wenn darüber meist zu Epiphanias gepredigt wird. Bei evangelisch.de gibt es dazu eine Predigt von Christiane Borchers.

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(*) Ein Gedicht dazu gab es hier auch schon.

Herr, laß‘ Hirn regnen

Dunkelgrauer Himmel mit wenigen helle Flecken
Göttliches Hirngrau?

Nachdem mir sehr lange das Interesse an nordischen Göttersagen fehlte, habe ich jetzt doch mal begonnen, mich etwas damit zu beschäftigen. Tor Åge Bringsværd, dessen „Das Frühstück der Langschläferin“ nicht nur ich großartig finde, hat mit „Die wilden Götter“ eine „rasante Nacherzählung der nordischen Göttermythen“ vorgelegt. Und dort las ich den Bericht, wie die Wolken entstanden:

Demnach töteten die ersten Götter, Odin, Vé und Vili, den Riesen Ymir und schufen aus seinen Körperteilen die Welt. Unter anderem wurde aus seinem Schädel der Himmel – und aus seinem Gehirn, das die Götter in die Luft warfen, wurden die Wolken!

Nun überlege ich, ob der Ausruf „Herr, laß‘ Hirn vom Himmel regnen“ vielleicht mit diesem Mythos zu tun hat? Auf jeden Fall war der heutige Wolkenhimmel dauergrau, und geregnet hat es auch …

Und gerade sehe ich, daß es vom 13. bis 17. Januar 2020 auf HR2 eine Lesung mit dem von mir geschätzten Schauspieler Gunter Schoß daraus gibt! Paßt wieder alles zusammen.